24. Mai 2018

konzert

Mit Swing und Evergreens den Pfingstsonntag genossen

Begeisterten ihr Publikum im Klaushäusl: Sängerin Brita Halder und die Achental Swing Big Band.Foto wunderlich

Big Band „Achental Swing“ unterhielt im Klaushäusl – Auftritte von Sängerin Brita Halder Höhepunkte des Nachmittags

Grassau – „Das bringt Leben in das alte Gemäuer“, meinte der Hausherr des Museums Klaushäusl, Stefan Kattari, im Vorfeld der traditionellen Pfingst-Veranstaltung mit der Achental Swing Big Band in dem Industriedenkmal.

Zunächst mal schickten die 15 Bandmitglieder mit dem Stück „Amore per te“ Klänge der Liebe ins alte Gebälk, und spätestens beim zweiten Stück, das dem Zuhörer bekannt vorkam und an Bob Marley erinnerte, sprang der Funke von der Band zum Publikum über, was sich in wippenden Füßen und beweglichen Oberkörpern zeigte.

Durch das Programm des Nachmittags führte Pianist Jürgen Schmid. Er kündigte an, dass die Zuhörer in der Hauptsache Stücke zu hören bekämen, die Alois Münich aus Grassau komponiert oder arrangiert hat. Humorig verkündete er, dass die Band stolz ist, einen „Hof-Komponisten“ zu haben, und noch dazu einen Einheimischen – ganz nach dem Motto „lieber regional – nicht nur beim Essen“.

Der Bandleader Semir Jakic war diesmal in der letzten Reihe zu finden. Durch einen Engpass bei den Instrumenten, übernahm er eine Trompete. „Schließlich kann er jedes Instrument spielen“, klärte Schmid auf. Auf den Beginn der musikalischen Einsätze stimmte Horst Lehnert seine Kollegen am Schlagzeug ein, das Ende markierte Daniela Küfner indem sie aufstand – es funktionierte wunderbar.

Höhepunkte des Konzertes waren die Auftritte der Sängerin Brita Halder. Nicht nur ihre spektakuläre Garderobe – vom bordeauxfarbenen Spitzenkleid bis zum Finale in goldenen Pailletten – beeindruckte; hauptsächlich war es ihre Stimme, die überzeugte. Aber auch ihr Witz, ihre Gestik und Ausstrahlung zogen die Gäste in ihren Bann. Kein Wunder, ist Brita Halder doch klassische Sopranistin, singt und tanzt in Musicals wie „Phantom der Oper“ oder – ihre Lieblingsrolle – in „Elisabeth“. Im Duett mit Jürgen Schmid beim „Girl from Ipanema“ überzeugten beide.

Bei „Die Erde bebt“, so befand Schmid, habe Alois Münch vielleicht „ein bisschen dick aufgetragen“, wurde jedoch eines Besseren belehrt, als draußen beim Gewitter lauter Donner grollte.

Das Publikum saß gemütlich bei Kaffee und Kuchen an langen Bänken und genoss sichtlich die Klänge der Trompeten, Saxofone, Posaunen, Bass, Piano und Schlagzeug mit den bekannten Melodien der Welthits des Swing.

Ein spektakuläres Finale für Ohr und Auge boten Brita Halder und die Achental Swing Big Band mit dem über 40 Jahre alten Song „New York – New York“. Der Komponist des Nachmittags ,Alois Münch, wurde zum Abschluss auf die Bühne geholt, und natürlich kam die Band nicht ohne Zugaben davon. Ein reichlicher Applaus belohnte die Musiker.wun